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Fernsehen

Fernsehnutzung in Österreich

TV-Konsum der Österreicherinnen und Österreicher erreichte 2017 Höchstwerte

Mit einer durchschnittlichen TV-Nutzungszeit von 186 Minuten pro Tag verbrachten die Österreicherinnen und Österreicher (ab 12 Jahren) im vergangenen Jahr noch mehr Zeit vor den Fernsehgeräten wie schon im Jahr davor (178 Minuten). Damit liegt die Sehdauer acht Minuten über dem bisherigen Höchstwert vom Vorjahr. Die Verweildauer – die Nutzungszeit der an einem Tag jeweils fernsehenden Bevölkerung – betrug 2017 281 Minuten pro Tag – wiederum ein historischer Höchstwert. 2017 erreichte das Medium Fernsehen täglich rund 4,9 Mio. Österreicherinnen und Österreicher, das entspricht einer Tagesreichweite von 65,3 %, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2016.

TV-Sehdauer lag bei einem Höchstwert von 186 Minuten pro Tag

Im vergangenen Jahr sahen die Österreicherinnen und Österreicher (ab 12 Jahren) pro Tag im Schnitt 186 Minuten fern, die höchste bisher gemessene TV-Nutzungszeit. Betrachtet man die TV-Nutzung im Langzeitvergleich, wurde 2017 um 38 Minuten pro Tag länger ferngesehen als im Jahr 2000 bzw. um 59 Minuten länger als 1991 – dem Beginn der elektronischen Zuschauermessung.
Wie hoch der Stellenwert des Fernsehens im Alltag der Menschen ist, zeigt sich auch daran, dass in den letzten Jahren massiv in neue TV-Ausstattung investiert wurde. So stieg etwa der Anteil der österreichischen TV-Haushalte mit Flatscreen-Fernsehgeräten* in nur rd. sechs Jahren von 54 % (Ende 2010) auf 97 % (1.Hj. 2017) an. TV-Geräte mit Full HD-Standard* nahmen im selben Zeitraum von 24 % auf 67 % zu. Dabei wirkt nicht nur die hohe Bildqualität durch Flatscreens und HD-TV als Treiber für den Fernsehkonsum, sondern auch der Umstand, dass die ausgetauschten Geräte häufig als Zweit- oder Drittfernseher in Nebenzimmern weiterverwendet werden.

Höchststand bei Verweildauer: TV-aktives Publikum sah im Schnitt 281 Minuten pro Tag fern

So wie die durchschnittliche TV-Nutzungszeit (die alle in TV-Haushalten lebenden Personen heranzieht, auch jene, die im fraglichen Zeitraum nicht ferngesehen haben) nahm auch die Verweildauer (die auf Basis der tatsächlich fernsehenden Personen berechnet wird) leicht zu: So verbrachte die TV-aktive Bevölkerung 2017 durchschnittlich 281 Minuten pro Tag vor den Bildschirmen, damit konnte der bisherige Höchststand vom Vorjahr (280 Minuten pro Tag) noch einmal leicht übertroffen werden. Seit dem Jahr 2000 stieg die Verweildauer massiv an und zwar um 61 Minuten pro Tag, das entspricht einem Zuwachs von 28 %.

TV-Tagesreichweite: Täglich rund 4,9 Mio. Seher/innen

Im Jahr 2017 sahen pro Tag rund 4,9 Mio. Österreicher/innen zumindest kurz fern (mindestens eine Minute durchgehend), das entspricht 65,3 % der gesamten TV-Bevölkerung ab 12 Jahren (7,5 Mio.).

Fernsehnutzung im Tagesverlauf: höchste Sehbeteiligung um 21 Uhr

Betrachtet man den Verlauf der Fernsehnutzung an einem durchschnittlichen Tag, zeigt sich ein über die Jahre hinweg sehr stabiles Bild: So steigt die Sehbeteiligung ab den Morgenstunden eher flach, ab den frühen Abendstunden dann relativ steil an und erreicht im Hauptabend ihren Höhepunkt. Der Nutzungsgipfel wird dabei um 21 Uhr gemessen – 2017 sahen zwischen 21:00 und 21:05 Uhr mehr als 3 Mio. Österreicherinnen und Österreicher fern, das entspricht 40,4 % der TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.

TV-Nutzung im Wochenverlauf: Sonntag stärkster Fernsehtag

Aufgeschlüsselt nach Wochentagen ist der Sonntag der insgesamt stärkste Fernsehtag: So sahen Erwachsene im Jahr 2017 mit durchschnittlich 224 Minuten an Sonntagen um fast 50 Minuten länger fern als an Werktagen bzw. um mehr als 30 Minuten länger als an Samstagen. Auch die TV-Tagesreichweite fällt an Sonntagen am höchsten aus (im Jahr 2017 mit 69,3 % bzw. rd. 5,2 Mio. Seherinnen und Sehern). An Montagen wird üblicherweise der zweithöchste Wert gemessen (2017: 66,2 %), danach nimmt die Tagesreichweite im Laufe der Woche ab und erreicht am Freitag und Samstag das niedrigste Niveau (je 63,2 %). Trotz der niedrigen Tagesreichweite wird an Samstagen mit 192 Minuten die zweithöchste Nutzungszeit im Wochenverlauf gemessen. Grund dafür: Am Samstag verweilen die tatsächlich fernsehenden Menschen deutlich länger vor den Bildschirmen als an Werktagen.

Saisonale Entwicklung der TV-Nutzung: höchste Reichweite und Nutzungszeit in der kalten Jahreszeit

Die Fernseh-Nutzung variiert auch im saisonalen Verlauf. Während die TV-Tagesreichweite im Sommer üblicherweise am geringsten ist, fallen die Werte in der kalten Jahreszeit am höchsten aus. So wurde 2017 von Jänner bis April bzw. von Oktober bis Dezember mit Tagesreichweiten zwischen 66,1 % und 68,9 % die höchste Sehbeteiligung verzeichnet. Die niedrigsten Tagesreichweiten wurden dagegen im Juni, Juli und August gemessen – hier sahen pro Tag im Schnitt zwischen 60,5 % und 61,0 % der TV-Bevölkerung fern.
Analog dazu gibt es auch bei der durchschnittlichen Sehdauer erhebliche saisonale Schwankungen. Während die Österreicherinnen und Österreicher im Juni 2017 mit 160 Minuten pro Tag am wenigsten Zeit vor den Bildschirmen verbrachten, wurde der höchste TV-Konsum im Jänner mit 219 Minuten pro Tag erzielt.
*Quelle: TELETEST-Monitoring/IFES
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